Geschlechtsspezifische Analyse von Studienabbrüchen - ein Fächervergleich

Das Forschungsprojekt untersucht aus einer Geschlechterperspektive, welche Faktoren dazu führen, dass Studierende an deutschen Hochschulen ihr begonnenes Studium abbrechen. Unser Verständnis von Studienabbrüchen umfasst dabei so unterschiedliche Situationen wie den Wechsel in ein anderes Studienfach, aber auch das Verlassen der Hochschule, um alternativ eine Ausbildung zu absolvieren oder direkt in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Bisherige Befunde zum Studienabbruchverhalten von Männern und Frauen sind widersprüchlich: einige Studien finden höhere, andere niedrigere Studienabbruchquoten von Frauen im Vergleich zu Männern. Ferner gibt es große Fächerunterschiede in der Studienabbruchquote. Auch bei fächerspezifischen Auswertungen von Abbruchquoten gibt es unterschiedliche Befunde hinsichtlich der Unterschiede zwischen Studentinnen und Studenten. In unserem Projekt interessieren wir uns insbesondere für die sogenannten MINT-Fächer, die durch sehr hohe Abbruchquoten charakterisiert sind. Das Projekt untersucht die Bedeutung verschiedener Mechanismen, die zu Studienabbrüchen führen, wie leistungsbezogene und soziale Gründe des Studienabbruchs. Die empirischen Analysen erfolgen auf Basis der Startkohorte 5 – Studierende des NEPS (National Educational Panel Study) sowie der Exmatrikuliertenbefragung des DZHW (Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung).


Fördereinrichtung: BMBF

Projektlaufzeit: 2015-2019

Projektmitarbeiterin: Jasmin Meyer

Publikation

Meyer Jasmin/ Strauß Susanne (2018). The influence of gender composition in a field of study on students’ dropout of higher education, in: European Journal of Education (im Erscheinen).