Pia Maier 

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E-Mail: pia.maier@uni-konstanz.de

Postfach: Fach 153


Wissenschaftlicher Werdegang

Pia Lorina Maier war von Mai bis September 2014 Stipendiatin und ist seit Oktober 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Graduiertenkolleg „Das Reale in der Kultur der Moderne“. Studium der Soziologie und Spanischen Studien (B.A. 2011) sowie der Soziologie mit Schwerpunkt der Ethnologie und Kultursoziologie an der Universität Konstanz (M.A. 2013), der Universitatea Alexandru Ioan Cuza Universität Iași (Rumänien) und der McGill University in Montréal (Kanada).

Gehaltene Vorträge

  • Dem Leid vorbeugen. (Selbst)-Techniken in der Vor- und Nachbereitung von Trauma-Arbeit. Anthropologie des Leides, Baden-Württemberg Seminar geleitet von Maria Lidola, 21.06.18.
  • Dialogische Anthropologie, Transatlantisches Seminar zu "Singularität und Repräsentation", University of Chicago, 26.05.18.
  • Contrapunteo "Trauma": Nicaraguan criticism beyond psychiatric conventions, Panel: Contrapunteo Medical Anthropology: Talking Back to Convention, Konferenz Contrapunteo, organisiert durch die kanadische anthropologische Assoziation in Zusammenarbeit mit der Universidad de Oriente in Santiago de Cuba (CASCA-Cuba),  Santiago de Cuba, Cuba, 19.05.18.
  • Vulnerabilities at work. Insights from trauma trainings and domestic violence counselling, mit Melanie Brand, SANT/FAS Conference on "Vulnerabilities", April 19th to 21st in Uppsala, Sweden, 19.04.18
  • The counter concept of Trauma in Nicaragua, UNAN in León, Nicaragua, 14.03.18
  • Working on emotion: trauma training for humanitarian interventions, Care in Crisis – Ethnographic Perspectives on Humanitarianism, Section: Emerging socialities: negotiating affective asymmetries, Department of Anthropology and African Studies (ifeas), Universität Mainz, Deutschland, 24.02.18
  • Kausalketten in Erklärungsmodellen zu "Trauma" - deutsche und nicaraguanische Beispiele, 19. Jahrestagung der DeGPT / 22. Zürcher Psychotraumatologietagung, Universität Zürich, 10.02.17
  • Helfer im Konflikt zwischen Sorge und Selbstsorge. Ethnologische Perspektiven, 4. Deutsche Fachtagung Notfallpsychologie - Wissenschaft und Theorie treffen Praxis, Universität Magdeburg, 16.10.15

Panels

Counselling 'the Vulnerable', mit Melanie Brand, SANT/FAS Conference on "Vulnerabilities", April 19th to 21st in Uppsala, Sweden, 19.04.18

Lehre

Spring Term 2018 - UNAN in León (Nicaragua) - im Rahmen des norwegischen Studiengangs "Latin American Studies" (Kulturstudier) - drei Vorlesungen zu "Introduction to Latin American Studies II", "Family and Household" und "Health and Wellbeing"

Seminar: "Trauma" aus soziologischer und ethnologischer Perspektive, Wintersemester 2015/16, Universität Konstanz

Gastsitzung zu "Trauma als Krise" im Seminar "Ethnologie der Krise", geleitet von Michael Bürge

Forschungsinteressen

  • Anthropologie & Soziologie der Emotion
  • Subjektivität, Gesundheit & Krankheit
  •  Anthropologie der Psychologie, Psychiatrie & Medizin
  • Trauma & PTBS
  • Therapiekulturen
  • Empathie
  • Humanitarismus
  • Deutschland, Nicaragua & Zentralamerika

Projektskizze

Das Trauma der anderen. Eine ethnographische Untersuchung in Trauma-Workshops für helfende Berufe

Das Promotionsprojekt beschäftigt sich aus ethnologisch-soziologischer Perspektive und mittels ethnographischer Methoden mit den diskursiven und narrativen Ordnungen, wissenskulturellen Praktiken und Techniken sowie den Artefakten und Materialisierungen bezüglich des Konzepts ‚Trauma‘, die in der Vorbereitung auf prekäre Erfahrungen in helfenden Berufen zum Tragen kommen. Dabei soll der Untersuchungsgegenstand des Traumas aus einer befremdenden und agnostischen Grundhaltung in einem Feld untersucht werden, in dem Traumatisierung als ein problematischer ‚Einbruch des Realen‘ verstanden wird und verhindert werden soll. Das Projekt setzt bei der Beobachtung diverser Autoren (Fassin & Rechtman, Bracken & Petty, Neocleous) an, dass der Begriff Trauma weltweit zunehmend verwendet wird, wodurch in paradox erscheinendem Gestus zugleich eine politisierte Universalisierung als auch eine Subjektivierung menschlichen Leidens vorangetrieben wird. Dieser Prozess wird unter anderem durch die Produktion medizinischer und psychologischer ‚Fakten‘ gestützt, die als Belege für die Anerkennung dieses Leidens eingefordert werden. Organisationen, die sich humanitären Grundsätzen verschrieben haben und deren Mitarbeiter in helfender Funktion in der Krisen- und Katastrophenbewältigung tätig sind, werden dabei jedoch nicht nur im Anschluss an Krisen und Katastrophen aktiv, sondern auch vorbereitend im Rahmen von Trainings und Ausbildungen, durch die antizipierend die arbeitsbedingte Traumatisierung dieser Mitarbeiter verhindert werden soll. Anhand teilnehmender Beobachtungen solcher Ausbildungen in vergleichender Perspektive zwischen Deutschland und Nicaragua sowie den sich darin entfaltenden Interaktionen zwischen den Beratern und den Mitarbeitern (nationaler und internationaler) humanitärer Organisationen zielt das Projekt also darauf ab, die soziokulturellen Erscheinungs- und Umgangsformen solcher Bemühungen, eine arbeitsbedingte Traumatisierung zu verhindern, herauszuarbeiten.

Aktivitäten

Art Institution
Mitgliedschaft Graduiertenkolleg "das Reale in der Kultur der Moderne"
Mitgliedschaft Lehrstuhl für Ethnologie und Kulturanthropologie
Mitgliedschaft Latin American Studies Association (LASA)
Mitgliedschaft Canadian Anthropology Society (CASCA)