Benedict Mette-Starke

Benedict Mette-Starke ist Doktorand in der Arbeitsgruppe Ethnologie und Politische Anthropologie. Er studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Ethnologie und Economics (B.A.). Seinen Master in Ethnologie absolvierte er ebenfalls in Heidelberg und am University College London. Im Rahmen seiner Masterarbeit setzte er sich mit dem Fairphone und seinem Gebrauch auseinander. Er untersuchte, wie sich in der Auseinandersetzung mit dem Handy eine vielfältige ‘Community’ darum bildete.

In seinem Dissertationsprojekt soll untersucht werden, welche Konsequenzen die sogenannte ‘Öffnung’ Myanmars seit dem Jahr 2008 im Hinblick auf das Entstehen von Digitalrechtsaktivismus (Digital Rights activism) hat. Insbesondere soll das Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf freie Meinungsäußerung und (Selbst-)Zensur untersucht werden, wobei das Konzept der Freiheit zwischen dem ausdifferenziert wird, was politisch möglich und dem, was gesellschaftlich geboten ist. Ein weiteres wichtiges Moment des Digitalrechtsaktivismus in Myanmar ist der gleiche Zugang zu digitalen Netzwerken. Hiermit verbunden ist die grundsätzliche Frage nach dem Aufbau von Infrastruktur. Ein dritter Schwerpunkt ist die Frage nach der Bedeutung von geistigem Eigentum (intellectual property rights) die in diesem Zusammenhang mitverhandelt wird.Auf Grundlage ethnographisch erhobener Daten knüpft diese Arbeit an aktuelle Debatten der Rechtsethnologie, der Anthropology of Infrastructure und der Literatur zu Aktivismus an.

Hier finden Sie den Lebenslauf von Benedict Mette-Starke.