Fachbereich Geschichte und Soziologie
Fach Soziologie

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Lehrstuhl für Ethnologie und Kulturanthropologie

Profil

Im Laufe der Fachgeschichte hat Sozial- und Kulturanthropologie, die im deutschsprachigen Raum auch als ‘Ethnologie’ bezeichnet wird, eine bedeutungsvolle Transformation vollzogen, als sich der vormalige Fokus auf nicht-moderne, außereuropäische Gesellschaften zunehmend zur Analyse postkolonialer, in massenmediale Kommunikationszusammenhänge eingebundene und durch komplexe Vernetzungsstrukturen charakterisierte Sozialformationen verschob.


Foto: Sophie Day (Ladakh 1982)

 

Im Fachverständnis des Lehrstuhls für Ethnologie und Kulturanthropologie an der Universität Konstanz handelt es sich bei Sozial- und Kulturanthropologie um eine vorwiegend den qualitativen Methodologien verpflichtete Disziplin, die im Schnittbereich sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektiven liegt und sich mit Blick auf die Kontext-, Prozess- und Konflikthaftigkeit soziokultureller Aushandlungen mit den vielfältigen Erscheinungsformen der Konstituierung von Sozialität und Kulturalität und der damit zusammenhängenden, konfliktreichen Koproduktion von ‘Identität’ und ‘Alterität’ beschäftigt.

 

Foto: Thomas Kirsch (Zambia 1993)

 

In der Forschung spricht sich der Lehrstuhl vor allem für empirisch fundierte Arbeiten aus, die Bereitschaft zu interdisziplinärem Dialog und aktives Interesse an sozial- und kulturanthropologischer Theorieentwicklung erkennen lassen.

In der Lehre liefern die Mitarbeiter des Lehrstuhls einen sozial- und kulturanthropologischen Beitrag zu den BA- und MA-Studiengängen der Fachgruppe Soziologie, wobei drei Currikularbereiche unterschieden und in regelmäßigem Turnus angeboten werden: (a) “Grundlagen der Sozial- und Kulturanthropologie”, (b) “Themen der Sozial- und Kulturanthropologie” und (c) “Qualitative Forschung”.