Forschungsgruppe Wissenssoziologie
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Dr Jochen Dreher

 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Sozialwissenschaftliches Archiv Konstanz

jochen.dreher(at)uni-konstanz.de

Tel: 07531 – 88 2342

Raum: F514

Sprechstunde: Montag 13-14 Uhr

Curriculum Vitae

 

10/1991 – 11/1997: Magisterstudium der Soziologie (Hauptfach), Philosophie und Politikwissenschaft an der Universität Konstanz

08/1993 – 05/1994: Auslandstudium an der Rutgers University, New Jersey/USA, Soziologie, Philosophie, Politikwissenschaft (Stipendiat der Rutgers University)

10/1994 – 11/2001: Wissenschaftliche Hilfskraft am Sozialwissenschaftlichen Archiv Konstanz , Beschäftigung im Rahmen der Alfred Schütz-Werkausgabe (Herausgeber: Richard Grathoff, Hans-Georg Soeffner, Ilja Srubar; Redaktion: Martin Endreß); Bd. V.2: Theorie der Lebenswelt 2. Die kommunikative Ordnung der Lebenswelt, hg. v. Hubert Knoblauch, Ronald Kurt und Hans-Georg Soeffner. Konstanz: UVK, 2003. Bd. V.1: Theorie der Lebenswelt 1. Die pragmatische Schichtung der Lebenswelt , hg. v. Martin Endreß und Ilja Srubar. Konstanz: UVK, 2003.

07/1997 – 12/1999: Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt "Gebrauchssemantik" von Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner, Sonderfor­schungsbereich 471, "Variation und Entwicklung im Lexikon"

10/1998 - 01/2005: Promotion im Fach Soziologie über das Thema "Interkulturelle Arbeitswelten. Interkulturelle Kommunikation im Automobilunternehmen von DaimlerChrysler", Promotionsstipendium der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg

07 – 11/2001: Beschäftigung als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) im Rahmen des Forschungsprojektes "Die Transparenz von Fortbildungsabschlüssen und ihre bildungs- und arbeitsmarktpolitische Bedeutung" im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

01/2002 - 04/2006: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Identitätskonstruktionen in pluralistischen Gesellschaften. Prozesse der Konstitution des Fremden und des Eigenen in Argentinien" unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner; Förderung durch die Volkswagen-Stiftung

09. Sept. 2004: Eröffnung des Promotionsverfahren; Titel der Dissertation: Symbolische Konstruktionen kultureller Differenz. Die Dynamik interkultureller Arbeitswelten im Automobilunternehmen von DaimlerChrysler . Konstanz: 2004. 27. Jan. 2005 Abschluss des Promotionsverfahrens

Seit Mai 2005 Edition und Herausgabe des Bandes VIII der Alfred Schütz Werkausgabe: Schriften zur Literatur (Konstanz: UVK) gemeinsam mit Prof. Michael D. Barber (St. Louis University, USA).

Seit 1. Sept. 2005 Geschäftsführer des Sozialwissenschaftlichen Archivs Konstanz (Alfred Schütz-Gedächtnisarchiv), Universität Konstanz.

Seit 1. Juni 2006 Leitung und Koordination des von der Alexander von Humboldt-Stiftung (TransCoop-Programm) geförderten internationalen Forschungsprojekts Phenomenology, Social Sciences and the Arts, welches in Kooperation mit dem US-amerikanischen Philosophen Prof. Dr. Michael D. Barber durchgeführt wird.

Forschung


Forschungsschwerpunkte

Wissenssoziologie, Kultursoziologie, Organisationssoziologie, Migrationssoziologie, Soziologische Theorie, Phänomenologie, Qualitative Sozialforschung

 

Abgeschlossenes Forschungsprojekt

"Identitätskonstruktionen in pluralistischen Gesellschaften. Prozesse der Konstitution des 'Fremden' und des 'Eigenen' in Argentinien" Projektleiter: Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner Projektmitarbeiter: Dr. Silvana Figueroa, Dr. Jochen Dreher, Anne Sonnenmoser, M.A., Carolina Ramirez

Die Intention des empirischen Forschungsprojekts besteht in der wissenssoziologischen Analyse der Konstruktion von Identität(en) und symbolischen Ordnungen in modernen pluralistischen Gesellschaften . Exemplarisch wird dafür Argentinien, eine einzigartige Migrationsgesellschaft, als Prototyp einer pluralistischen Gesellschaft untersucht, wobei das besondere Problem der sozialen Konstruktion von Identitäten, die in solchen Gesellschaften häufig mit der Problematik der Verknüpfung von widersprüchlichen kulturellen, ethnischen und religiösen Elementen verbunden ist, im Mittelpunkt der Studie stehen wird.

Den Ausgangspunkt der Forschung bildet die Grundüberlegung, daß Gesellschaften für die Etablierung und Aufrechterhaltung einer sozialen Ordnung sowie für die Sicherung ihres Zusammenhalts, jeweils spezifische „Lösungen” entwickeln müssen, die ihrerseits in der Regel in kollektiv produzierte und akzeptierte symbolische Formen ‘gegossen' werden. Aus solchen – oft mit kollektiven Erzählungen, Mythen, Liedern verknüpften – symbolischen Formen speisen sich jene Repertoires, auf die Individuen bei der Konstruktion und Darstellung einer „konstanten”, Sicherheit und soziale Zuordnung gewährleistenden Identität zurückgreifen. ‘Pluralistische' Gesellschaften konfrontieren ihre Mitglieder mit einem – durch die zunehmende Globalisierung stetig anwachsenden – Angebot von Weltanschauungen, Sinnstiftungsmustern und ‘Identitätsfolien'. In der Reaktion auf dieses Überangebot entdecken viele Kommunen, Regionen, Nationen und ‘Kulturräume' vergangene lokale Traditionen neu oder sie entwerfen ‘glokale' Kollektivbilder, durch die ‘globalisierte' Deutungsmuster einerseits abgewehrt, zugleich aber andererseits (meist verdeckt) in die eigenen Sinnsysteme eingearbeitet werden.

Für die argentinische Gesellschaft stellen die identitätsstiftenden und auf nationaler Ebene grundlegenden Mythen und Symbole des „ Gaucho ” und des „ Tango ” als spezifisch argentinische Errungenschaften zentrale Produkte der kulturellen Vermischung dar, die besondere „Problemlösungen” für die Identitätskonstruktion dieser pluralistischen Gesellschaft anbieten. Die historische und literarische Figur des „Gaucho”, des freien, von der Gesellschaft verstoßenen Reiters der Pampas, und der „Tango” als charakteristische argentinische Kunstform mit afrikanischen, kreolischen und vielfältigen europäischen Wurzeln entwickelten sich zu wesentlichen Bestandteilen der Kollektivsymbolik. Folgende Forschungsfragen und Aufgaben ergeben sich für das Projekt:

1) Wie entwickelten sich die Mythen des Gaucho und des Tango zum Bestandteil der Kollektivsymbolik der argentinischen Gesellschaft und auf welche Problemlagen reagiert diese Kollektivsymbolik? In welchen Prozessen der kulturellen Amalgamierung vollzog sich die Entwicklung der Mythen des Gaucho und des Tango? Welche kulturellen Elemente wurden nach welchen Prinzipien für die Konstitution dieser Mythen kombiniert?

2) Die Analyse von Mustern subjektiver Identitätskonstruktion, die sich unter Rekurs auf die Mythen Gaucho und Tango entwickeln : Im Fokus dieser Untersuchung stehen Prozesse, in denen Individuen aufgrund und mit Hilfe dieser Mythen ihre ‘argentinischen Identitäten' konstruieren. Unsere Voruntersuchungen, Pilotstudien und erste Experteninterviews zeigen, daß die Integrationsleistungen der zentralen argentinischen Kollektivsymbolik – zu der essentiell die Mythen des „Gaucho” und des „Tango” zu zählen sind – nur bedingt ‘funktionieren'. Die massive Verbreitung und Veralltäglichung der Psychoanalyse können als Symptom für die nur bedingte Funktionstüchtigkeit der zentralen Kollektivsymbolik interpretiert werden. Daraus ergeben sich folgende weitere Fragestellungen:

3) Inwieweit besteht eine Relation zwischen dem Phänomen Psychoanalyse als Bestandteil des Alltagslebens der Argentinier und einer problematischen Identitätsbildung ? Auf welche sozialen Problemlagen dieser pluralistischen Gesellschaft „antwortet” dieses Phänomen und mit welchen Identitätsformationen steht es in Verbindung? Ist der Prozeß der Identitätsbildung in einer kulturell derart vielfältigen Gesellschaft, die eine strukturelle Unübersichtlichkeit der Weltanschauungen hervorbringt, so konfliktgeladen, daß die Individuen nur mit therapeutischer Hilfe ihre Identität konsistent konstruieren können?

Im Kontrast zu Gaucho und Tango, die den Individuen Kollektivsymbole als gesellschaftliche Ressourcen für die Konstruktion von Identitäten zur Verfügung stellen, könnte die Institution Psychoanalyse den Individuen für eine möglicherweise problematische persönliche Identitätsformation eine Hilfestellung bzw. Therapiemöglichkeit anbieten. Bei allen drei dargestellten Phänomenen handelt es sich um Felder sozialer Problemlösungen, welche die „Brüche” zwischen Individuum und Gesellschaft zu bewältigen helfen. Wir gehen dementsprechend von der Hypothese aus, daß die genannten drei unterschiedlichen Bewältigungsmechanismen auf gemeinsame gesellschaftliche Problemlagen antworten. Die Erforschung des strukturellen Zusammenhangs dieser Problemlagen und der darauf antwortenden „Problemlösungen” ist für unser Projekt zentral.

Für die empirische Umsetzung des Forschungsprojekts werden Methoden der qualitativen Sozialforschung – Grounded Theory und Sozialwissenschaftliche Hermeneutik – verwendet. Als Datengrundlage dienen die Durchführung narrativer Interviews, Experteninterviews, ethnographische Beobachtungen und ‘zentrale' Texte.

Veranstaltungen


Aktuelle Veranstaltungen:


Macht, Wissen und Gesellschaft

Seminar, Lehrauftrag an der Universität St. Gallen, Schweiz

Das Seminar konzentriert sich zum einen auf die Einführung in soziologisches Denken und vermittelt den Umgang mit sozialwissenschaftlichen Problemstellungen, zum anderen wird schwerpunktmäßig die spezifische Thematik des Spannungsverhältnisses von Macht, Wissen und Gesellschaft behandelt. „Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht“, so lautet Max Webers klassische Definition dieser sozialen Beziehungsform. Im Seminar wird das Ziel verfolgt, zentrale Prinzipien der Herausbildung von „Macht“ gemeinsam auf der Basis der Lektüre einschlägiger, soziologisch relevanter Texte zu erarbeiten. Dabei soll die gängige Annahme untersucht werden, dass Macht als universales Element menschlichen Zusammenlebens, also anthropologisch zu verstehen sei. Macht kann beruhen auf persönlicher, physischer und psychischer Überlegenheit und Kraft, sie kann begründet sein auf sozialem Prestige, auf Wissen oder auf traditionell und organisatorisch gesicherter Autorität.
Das Seminar verfolgt die Zielsetzung, verständlich zu machen, wie in alltäglichen Situationen Macht auf uns ausgeübt wird, warum Wissen es ermöglicht, Macht über andere Menschen zu gewinnen und wie Macht in sprachlichen Diskursen zum Ausdruck kommt. Darüber hinaus wird erklärt, wie die Funktionsweise von Organisationen von Machtbeziehungen geprägt ist und inwiefern Geschlechterverhältnisse von Macht abhängig sind. Das Studium dieser Thematiken hat auch eine praktische Relevanz: Gerade weil Macht eine zentrale Rolle in Sozialbeziehungen spielt, ist eine Verständnis von Machtbeziehungen die entscheidende Voraussetzung, um durchschauen zu können, wie unsere Gesellschaft funktioniert.

 

Frühere Veranstaltungen:

Subjektivität in den Sozialwissenschaften

WS 2007/08 (Master/Magister an der Universität Konstanz)

Das Seminar widmet sich einer Auseinandersetzung mit dem in den Sozialwissen-schaften kontrovers diskutierten Begriff der Subjektivität, der keinesfalls eindeutig zu definieren ist und die unterschiedlichsten Konnotationen beinhalten kann: Unabhän-gig davon, ob damit Individualität, Ich, Selbst, Selbst-Bewusstsein, Identität etc. ge-kennzeichnet wird, die facettenreiche Thematisierung von Subjektivität ist auf die je-weiligen sozialtheoretischen Orientierungen mit ihren spezifischen Problemstellungen zurückzuführen. Wenn davon ausgegangen wird, dass soziale Realität von handeln-den Menschen abhängt bzw. konstruiert wird, kommt eine sozialwissenschaftliche Position nicht daran vorbei, explizit und/oder implizit subjekttheoretisch zu argumen-tieren. Was ist damit gemeint, wenn vom Handlungssubjekt, vom subjektiven Be-wusstsein, der subjektiv zentrierten Lebenswelt, der Auflösung der Subjektivität in der Postmoderne die Rede ist? Diese Fragestellungen sollen im Rahmen der Veranstal-tung gemeinsam erörtert werden. Als problematisch erweist sich Subjektivität aus sozialwissenschaftlicher Perspektive dann, wenn auf Autonomie, Beweglichkeit, Au-thentizität bzw. auf das sich vom Allgemeinen unterscheidende Besondere verwiesen wird. Die unter anderem kritische Diskussion des heterogenen Begriffes der Subjekti-vität konzentriert sich auf Autoren wie Max Weber, Sigmund Freud, Edmund Husserl, Alfred Schütz, Talcott Parsons, Norbert Elias, Jacques Derrida, Michel Foucault, Nik-las Luhmann und Pierre Bourdieu auf der Basis gemeinsamer Lektüre einschlägiger Texte sowie auf aktuelle Analysen zur Problematik.

Soziologie der symbolischen Ordnungen (Seminar), Lehrauftrag an der Universität St. Gallen, Schweiz
HS 2007

Soziologie der symbolischen Ordnungen (Seminar), Lehrauftrag an der Universität St. Gallen, Schweiz
SS 2007

Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit

SS 2007 (Master/Magister an der Universität Konstanz)

Mit der Publikation von „The Social Construction of Reality. A Treatise in the Sociology of Knowledge“ im Jahre 1966 – die zu den klassischen Werken der soziologischen Disziplin zu zählen ist – begründeten Peter L. Berger und Thomas Luckmann eine entscheidende Wende innerhalb der wissenssoziologischen Theoriebildung und Forschung. Ihre besondere Leistung bestand insbesondere darin, die zur damaligen Zeit vorherrschende Wissenssoziologie von ideologisch determinierten und dogmatischen Strömungen zu befreien, indem sie phänomenologische und philosophisch-anthropologische Erkenntnisse für sozialwissenschaftliche Theorieentwürfe adaptierten. Darüber hinaus entwickelten sie eine Gegenposition zum übermächtigen Strukturfunktionalismus von Talcott Parsons und konfrontierten eine mathematisch geprägte empirische Sozialforschung mit einem neuen Paradigma. Von besonderer Bedeutung für Berger/Luckmann ist die theoretische Bestimmung des „dialektischen“ Zusammenhangs von Individuum und Gesellschaft sowie die Ausarbeitung einer Theorie der Legitimation und Institutionalisierung. Im Rahmen der Seminararbeit steht nicht nur die Lektüre und gemeinsame Diskussion der deutschen Fassung dieses Werkes im Vordergrund, sondern auch eine Auseinandersetzung mit wissenssoziologischen Pionieren (Karl Marx, Karl Mannheim) sowie mit der Rezeption und Kritik dieses Werkes. Voraussetzung für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind die regelmäßige, aktive Teilnahme, die Vorbereitung eines Referates sowie das Verfassen einer Hausarbeit.
Literatur: Berger, Peter L. und Thomas Luckmann (1991) [1966], Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Frankfurt a. M.: Fischer; Lenk, Kurt (1967) (Hg.), Ideologie. Ideologiekritik und Wissenssoziologie. Neuwied, Berlin: Luchterhand.

Soziologie der symbolischen Ordnungen

WS 2006/07 (Seminar, Lehrauftrag an der Universität St. Gallen, Schweiz)

Das Seminar konzentriert sich zum einen auf die Einführung in soziologisches Denken und vermittelt den Umgang mit sozialwissenschaftlichen Problemstellungen, zum anderen wird die spezifische Thematik der Herausbildung und Wirkungsweise symbolischer Ordnungen behandelt. Um aus soziologischer Perspektive den Zusammenhang von Individuum und Gesellschaft bzw. Kollektiv verstehen zu können, muss insbesondere die Funktion von Zeichen und Symbolen erklärt werden. Während Zeichen als Elemente von Sprache Kommunikation in intersubjektiven Beziehungen ermöglichen, haben Symbole die Aufgabe der Repräsentation von individuellen Erfahrungen „ausseralltäglicher“ Wirklichkeitsbereiche, wie Politik, Wissenschaft, Religion, Kunst etc. Mit Hilfe von Symbolen werden ausseralltägliche Ideen und Vorstellungen zwischen individuellen Akteuren kommunizierbar und dienen gleichzeitig der Etablierung von sozialen Kollektiven, wie beispielsweise einer Nation, einem Staat oder religiösen Gruppierungen. Gesellschaftliche Ordnung wird in diesem Sinne insbesondere über die Verwendung von Symbolen hergestellt – auf der Basis von symbolischen Ordnungen wird die Gesellschaft „zusammengehalten“.

Helmuth Plessner – Klassiker der Soziologie

Das Seminar beschäftigt sich mit Helmuth Plessner, der nicht nur als Hauptvertreter der „Philosophischen Anthropologie“, sondern unter anderem als Klassiker der soziologischen Disziplin einzustufen ist. Die Veranstaltung konzentriert sich in diesem Sinne insbesondere auf die soziologisch relevanten Schriften Plessners, die im Rahmen gemeinsamer Lektürearbeit erschlossen werden sollen. Dabei wird die für moderne Kulturtheorien nach wie vor aktuelle Konzeption einer „exzentrischen Positionalität“ des Menschen im Mittelpunkt der Diskussion stehen, welche auf die Selbstreflexivität des menschlichen Lebenssystems verweist. Dieser Konzeption zufolge hat der Mensch einen Leib und ist zugleich Körper – der Körper als Zentrum der Positionalität des Menschen hat zudem eine Distanz zum eigenen Leib, wodurch Selbstreflexivität und Selbstbewusstsein ermöglicht werden. Aufgrund seiner exzentrischen Lebensform und Ergänzungsbedürftigkeit ist der Mensch dazu gezwungen, Kultur „künstlich“ im „tätigen“ Vollzug von Handlungen zu schaffen; deshalb kann „Kultur“ als „zweite Natur des Menschen“ betrachtet werden. Ausgehend von diesen Überlegungen richtet das Seminar seinen Fokus auf die soziologische Relevanz der Position Plessners, die insbesondere Phänomene wie Leiblichkeit, Ausdruck, Zeichen- und Symbolfähigkeit des Menschen oder beispielsweise Intersubjektivität zu analysieren erlaubt. Unter anderem werden soziale Phänomene wie „Macht“, die „Grenzen von Sozialwelt und Gemeinschaft“, „Nation“ etc. im Verlaufe des Kurses thematisiert.
Literatur zur Vorbereitung: Plessner, Helmuth (1981) [1933]. Macht und menschliche Natur. Ein Versuch zur Anthropologie der geschichtlichen Weltansicht, in ders. Schriften, Bd. V. Macht und menschliche Natur. Frankfurt a. M.: Suhrkamp. S. 135-234.

Teoría Sociológica: La Construcción Simbólica de la Realidad Social (Soziologische Theorie: Die symbolische Konstruktion der sozialen Wirklichkeit)

März/April 2006 Doktoranden-Seminar/Lehrauftrag der Universidad de Buenos Aires/Agentinien (Förderung DAAD)

El objetivo del seminario consiste en examinar un área de la teoría sociológica frecuentemente relegada, aunque de crucial importancia para la construcción de la realidad social. Desde una perspectiva sociológica, el símbolo representa un mecanismo central de la construcción de la realidad social. El símbolo como tipo específico de signo aplicado en procesos de comunicación entre los seres humanos tiene una función central en el establecimiento de la relación dialéctica entre individuo y sociedad. Desde el punto de vista de la sociología del conocimiento basada en la fenomenología, los símbolos sirven para representar experiencias individuales de esferas de realidad extracotidianas, como la religión, la ciencia, la política, la literatura, así como los mundos de los sueños, de la fantasía o de los juegos de los niños. Con ayuda de los símbolos, es posible comunicar las experiencias de estos mundos extracotidianos; este proceso de comunicación simbólica sirve a su vez para constituir realidades extracotidianas como entidades sociales. En el marco del seminario, los símbolos no serán considerados solamente como tipo de signo, también enfocaremos lo “simbólico” de la percepción y la existencia humana, analizando posiciones diferentes, no solamente provenientes de la sociología. En el curso serán discutidos los enfoques teóricos acerca del símbolo de Ernst Cassirer, Sigmund Freud, George Herbert Mead, Alfred Schütz, Peter Berger/Thomas Luckmann, Cornelius Castoriadis, así como concepciones actuales. Los/las doctorandos/as realizarán presentaciones, preparando cada sesión con la lectura de diversos artículos sugeridos por el docente.
Bibliografía recomendada: Schutz, Alfred (1995): «Símbolo, Realidad y Sociedad», en: El Problema de la Realidad Social, Buenos Aires: Amorrortu, págs. 260-316. Berger, Peter L. y Thomas Luckmann (1993): La Construcción Social de la Realidad, Buenos Aires: Amorrortu.

Jürgen Habermas, Theorie des kommunikativen Handelns

SS 2006 (Hauptseminar, Klassiker der Soziologie)

Das Lektüreseminar konzentriert sich auf eines der Hauptwerke der Soziologie, welchem bereits der Status einer klassischen Schrift der Disziplin zukommt. Jürgen Habermas verbindet in seiner Theorie des kommunikativen Handelns im Rahmen einer Revision der gesellschaftstheoretischen Tradition Analysen zur Sprachtheorie mit der Theorie sozialkultureller Evolution, mit Untersuchungen zum Rationalitätsbegriff und zur soziologischen Handlungstheorie. Dem Begriff des „kommunikativen Handelns“ ordnet Habermas als Komplementärbegriff die Kategorie der „sozialen Lebenswelt“ zu, welche den Horizont der intersubjektiv geteilten Hintergrundannahmen umfasst, in die jeder Kommunikationsprozess vorgängig eingebettet ist. In einer Gegenüberstellung führt Habermas den Begriff des „instrumentalen Handelns“ mit der Komplementärkategorie des „sozialen Systems“ ein, welche Handlungssphären beschreibt, die durch zweckrationales Handelns institutionalisiert wurden. Das Seminar verfolgt die Zielsetzung, in gemeinsamer intensiver Lektüre die zentralen Thesen der Theorie des kommunikativen Handelns herauszuarbeiten und insbesondere die Bedeutung des Dualismus von „System“ und „Lebenswelt“ zu diskutieren. Leistungsnachweise können über die Übernahme eines Referates, das Verfassen einer Hausarbeit und regelmäßige Teilnahme erworben werden.
Literatur: Habermas, Jürgen (1981): Theorie des kommunikativen Handelns, Bd. 1: Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung; Bd. 2: Zur Kritik der funktionalistischen Vernunft, Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Geschlechtersoziologie

SS 2006 (Hauptseminar, Spezialsoziologie - Soziologie, Gender Studies), Mo., 10:00-12:00 Uhr, Raum F429

Das Seminar hat zum Ziel, die sozialen Dimensionen von „Geschlecht“ aus soziologischer Perspektive zu reflektieren. Dabei stehen im Rahmen der Seminararbeit nicht Wirkungen und Stellenwert von Geschlecht als Strukturkategorie zur Debatte, sondern Geschlecht wird umgekehrt als Wirkung sozialer Prozesse in seinen kulturellen, symbolisch-sinnhaften Ausprägungen innerhalb von Machtstrukturen thematisiert. Fokussiert wird die Herstellung und Konstruktion des kulturellen Phänomens „Geschlecht“ („Gender“) im Kontext unterschiedlicher Machtverhältnisse. „Geschlecht“ kann wissenssoziologisch einerseits als ‚existentielle Praxis’ (die Interaktion oder alltagsweltliches Handeln betreffend) oder andererseits als ‚symbolische Praxis’ (den Sinnhorizont mit seinen Bildern, Normen, Werten, Identitätskonzepten betreffend) verstanden werden. Geschlecht kann im Sinne einer kulturellen „Überformung“ natürlicher Gegebenheiten verstanden werden, als soziales Phänomen kann es jedoch der „konstruktivistischen“ Sichtweise entsprechend in seiner „Naturhaftigkeit“ genauso wie „Natur“ selbst als kulturelle Setzung bestimmt werden. Die Diskussion von einschlägigen Texten unter anderem von Simone de Beauvoir, Harold Garfinkel, Erving Goffman, Michel Foucault, Judith Butler, Catherine A. MacKinnon, Irena Sgier, Barbara Duden und Pierre Bourdieu dient als Grundlage für die Analyse der sozialen Konstruiertheit von Geschlecht. Darüber hinaus wird den Studierenden die Möglichkeit geboten, eigene Studien zur Thematik der sozialen Konstruktion von Geschlecht im Seminar zu präsentieren.
Einführende Literatur: Sgier, Irena (1994): Aus eins mach zehn und zwei lass gehen. Zweigeschlechtlichkeit als kulturelle Konstruktion. Bern, Zürich, Dortmund: eFeF-Verlag.

Alfred Schütz

WS 2005/06 (Klassikerseminar, Hauptstudium)

Die Veranstaltung hat zum Ziel, das Werk des soziologischen Klassikers Alfred Schütz aus einer bestimmten Perspektive heraus zu diskutieren: Die Soziologie von Schütz soll in ihrer Entwicklung zu einer pragmatischen Theorie der Lebenswelt nachgezeichnet werden. Ausgehend von der erkenntnistheoretischen, phänomenologischen Begründung der verstehenden Soziologie Max Webers im Sinnhaften Aufbau der sozialen Welt werden im Seminar ausgewählte Schriften von Schütz zu Handlungs-, Wissens- und Relevanztheorie sowie Methodologie bearbeitet. Das besondere Interesse gilt der Untersuchung der Strukturen der Lebenswelt, wobei die Aufschichtung der subjektzentrierten Lebenswelt in Raum, Zeit, Sozialwelt sowie deren mannigfaltige, außeralltägliche Wirklichkeitsbereiche – wie die Welten der Religion, der Politik, der Wissenschaft, aber auch der Phantasie, des Traums, der Spielwelt des Kindes etc. – thematisiert werden soll. Damit in Verbindung stehen die Schützschen Reflexionen über Zeichen und Symbole, die als Verbindungselemente der Sphären der Lebenswelt funktionieren. Letztlich geht es darum, den spezifischen Zusammenhang von Individuum und Gesellschaft auf der Basis der Schützschen Lebenswelttheorie zu erklären. Das Seminar ist für Studentinnen und Studenten im Hauptstudium (Magister) und Bachelor (Aufbaumodul) bzw. Master geeignet.
Einführende Literatur: Barber, Michael D. (2004): The Participating Citizen. A Biography of Alfred Schutz. Albany: SUNY. Schütz, Alfred (2003) [1945]: Über die mannigfaltigen Wirklichkeiten. In: ders., Alfred Schütz Werkausgabe, Bd. V.1. Theorie der Lebenswelt 1. Die pragmatische Schichtung der Lebenswelt, hg. v. Martin Endreß/Ilja Srubar. Konstanz: UVK, S. 177-250.

Interkulturelle Soziologie

WS 2005/06(Hauptseminar, Spezialsoziologie), Mo. 10:15-11:45

Die Seminarkonzeption wird drei Schwerpunkte umfassen: Erstens soll im Sinne einer Soziologie der Interkulturalität ein theoretisches Instrumentarium anhand von Textlektüren gemeinsam erarbeitet werden, mit welchem interkulturelle gesellschaftliche Zusammenhänge analysiert werden können. Im Anschluss an den „methodischen Individualismus“ Max Webers wird davon ausgegangen, dass die Erkenntnis des Kulturellen beim Individuellen beginnen muss. Die Zielsetzung besteht dabei darin, ein theoretisches ‚Rüstzeug’ zu entwerfen, mit dessen Hilfe erklärt werden kann, wie kulturelle Differenzen in bestimmten sozialen Welten und Milieus im ‚Zusammenspiel’ von Individuum und Kollektiv/Gesellschaft zustande kommen bzw. ‚konstruiert’ werden. Zweitens geht es darum, die Soziologie selbst als interkulturelle Disziplin zu reflektieren, die durch unterschiedliche Theorieausrichtungen sich sowohl vor dem Hintergrund kulturspezifischer Weltanschauungen und Wertorientierungen, als auch auf der Basis empirischer Forschungen in anderen Kulturen sowie auch in ‚Spiegelungsprozessen’ und im Dialog mit Soziologien der ‚kulturell anderen’ Prägung entwickelt hat. Drittens werden – nach Möglichkeit eigenständig durchgeführte – empirische Analysen mit dem Fokus der interkulturellen Begegnung gemeinsam diskutiert.
Einführende Literatur: Matthes, Joachim (1992): "Zwischen" den Kulturen? In: Zwischen den Kulturen? Die Sozialwissenschaften vor dem Problem des Kulturvergleichs, hg. v. Joachim Matthes, Soziale Welt, Sonderband 8. Göttingen: Schwartz, S. 3-9. Srubar, Ilja (2002): Strukturen des Übersetzens und interkultureller Vergleich. In: Übersetzung als Medium des Kulturvergleichs und sozialer Integration, hg. v. Joachim Renn/Jürgen Straub/Shingo Shimada. Frankfurt/New York: Campus, S. 323-345.

Phänomenologie und Soziologie

SS 2005 (Allgemeine Theorie, Spezialsoziologie); Di 10:15 - 11:45

Erkenntnistheoretische Grundüberlegungen, die ausgehend von der Phänomenologie Edmund Husserls für die Soziologie fruchtbar gemacht werden konnten, wurden insbesondere von Alfred Schütz akzentuiert. In einer Auseinandersetzung mit Max Webers soziologischem Grundbegriff des "sozialen Handelns" entwirft Schütz eine phänomenologische Begründung von dessen handlungstheoretischen Überlegungen, indem er die Sinnhaftigkeit des sozialen Handelns durch die Beschreibung intentionaler Beziehungen erklärt, die aus subjektiven Bewußtseinsleistungen resultieren. Im Rahmen des Seminars soll der Grenzbereich zwischen Phänomenologie und Soziologie auf der Basis der Lektüre von ausgewählten Texten von Edmund Husserl, Alfred Schütz, Aron Gurwitsch und Thomas Luckmann gemeinsam erarbeitet werden. Darüber hinaus konzentriert sich die Diskussion auf die soziologische Relevanz der Fundamentalontologie Martin Heideggers und der Existentialphänomenologie Maurice Merleau-Pontys.
Literatur: Husserl, Edmund (1987) [1944]: Cartesianische Meditationen. Eine Einführung in die Phänomenologie. Hamburg: Meiner. Luckmann, Thomas (1979): Phänomenologie und Soziologie. In: Alfred Schütz und die Idee des Alltags in den Sozialwissenschaften, hg. v. Walter M. Sprondel/Richard Grathoff. Stuttgart: Enke, S. 196-206. Luckmann, Thomas (1980) [1970]: Über die Grenzen der Sozialwelt. In: ders., Lebenswelt und Gesellschaft. Paderborn, München, Wien, Zürich: Schöningh, S. 56-92.

Soziologie der Macht

Wintersemester 2004/05(Hauptstudium, Allgemeine Theorie/Spezialsoziologie), Raum C 424; Mo 10:00 – 12:00

"Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht", so lautet Max Webers klassische Definition dieser sozialen Beziehungsform. Im Seminar wird die Zielsetzung verfolgt, zentrale Konstitutionsprinzipien des Phänomens "Macht" gemeinsam auf der Basis der Lektüre einschlägiger, soziologisch relevanter Texte zu erarbeiten. Dabei soll die gängige Annahme untersucht werden, die davon ausgeht, daß Macht als universales Element menschlicher Vergesellschaftung, also anthropologisch zu verstehen sei. Macht kann beruhen auf persönlicher, physischer und psychischer Überlegenheit und Kraft, sie kann begründet sein auf sozialem Prestige, auf Wissen oder auf traditionell und organisatorisch gesicherter Autorität. Für die Analyse des Phänomens der "Macht" aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven werden die Positionen von Friedrich Nietzsche, Karl Marx, Max Weber, Carl Schmitt, Helmuth Plessner, Michel Foucault, Niklas Luhmann, Pierre Bourdieu und Heinrich Popitz herangezogen. Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit
Einführende Literatur: Weber, Max (1980) [1922]. Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie , Tübingen: Mohr. S. 1-30 (§ 16) u. 541-550. Plessner, Helmuth (1981) [1933]. Macht und menschliche Natur. Ein Versuch zur Anthropologie der geschichtlichen Weltansicht , in ders. Schriften, Bd. V. Macht und menschliche Natur . Frankfurt a. M.: Suhrkamp. S. 135-234. Popitz, Heinrich (1999). Phänomene der Macht . Tübingen: Mohr.

Soziologie des Fremden – "Fremdheit"als soziale Konstruktion

Sommersemester 2004: (Hauptstudium, Spezialsoziologie); Kompaktseminar vom 26.-30. Juli; Termin Vorbesprechung 25. Juni, 14:00 Uhr (F 518)

In modernen Gesellschaften ist gerade das die Normalität, was sich in archaischen noch als außergewöhnlich erwies: Die "Fremden" sind in der heutigen Zeit keineswegs mehr eine Ausnahmeerscheinung, "Fremdheit" ist kein besonderer sozialer Status mehr, sondern zum allgemeinen sozialen Beziehungsverhältnis geworden. In funktional differenzierten Gesellschaften werden Menschen nicht mehr in erster Linie als Personen, sondern als Funktions- und Rollenträger in arbeitsteiligen Systemen wahrgenommen; persönliche Bindungen wie Freundschaft und Verwandtschaft treten in den Hintergrund. Kann für die Beschreibung eines solchen Phänomens von einer "Generalisierung der Fremdheit" (Alois Hahn) die Rede sein, da in modernen Gesellschaften alle "Fremde" sind? Dieser Frage soll im Rahmen des Seminars anhand der Lektüre von Texten soziologischer Klassiker (Georg Simmel, Alfred Schütz, Robert E. Park etc.) und phänomenologischer Denker (Paul Ricoeur, Bernhard Waldenfels etc.) sowie aktueller theoretischer und empirischer Schriften nachgegangen werden.
Leistungsnachweis: Referat und Hausarbeit
Einführende Literatur: Simmel, Georg (1992) [1908]: Exkurs über den Fremden ; in ders. Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung . Frankfurt a. M.: Suhrkamp. S. 509-512. Schütz, Alfred (1972) [1944]: Der Fremde. Ein sozialpsychologischer Versuch ; in ders. Gesammelte Aufsätze, Bd. II. Studien zur soziologischen Theorie . Den Haag: Nijhoff. S. 53-69. Waldenfeld, Bernhard (1997): Topographie des Fremden. Studien zur Phänomenologie des Fremden 1 . Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

Psychoanalyse und Soziologie

Wintersemester 2003/04 (Hauptstudium, Spezialsoziologie)

Das 'Zusammenspiel' der beiden Disziplinen Psychoanalyse und Soziologie wird im Rahmen des Seminars aus drei unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: Zum einen werden gesellschaftstheoretisch relevante Schriften der Klassiker der Psychoanalyse (Sigmund Freud, Jacques Lacan) behandelt, zum anderen wird von Interesse sein, inwiefern die Psychoanalyse für soziologische Fragestellungen fruchtbar gemacht werden konnte (Talcott Parsons, Norbert Elias, Denker der Frankfurter Schule, Michel Foucault etc.), darüber hinaus wird die Psychoanalyse selbst als gesellschaftliches Phänomen mit einer spezifischen sozialen Funktion im Mittelpunkt der Überlegungen stehen (Peter L. Berger). Anhand von empirischen Analysen der 'Veralltäglichung' der Psychoanalyse in Argentinien und den USA wird die Bedeutung der Institution "Psychoanalyse" für diese Gesellschaften diskutiert.
Einführende Literatur: Freud, Sigmund (2000): Das Unbehagen in der Kultur ; Totem und Tabu (Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der wilden und der Neurotiker) ; in: Studienausgabe, Bd. IX. Fragen der Gesellschaft/Ursprünge der Religion . Frankfurt a. M.: Fischer. Berger, Peter L. (1972): Auf dem Weg zu einem soziologischen Verständnis der Psychoanalyse ; in: Wehler, Hans-Ulrich (1972):Soziologie und Psychoanalyse . Stuttgart: Kohlhammer.

Soziologische Symboltheorie

Sommersemester 2003, Hauptstudium, Soziologische Theorie/Spezialsoziologie

Versteht man das Symbol als zentralen Mechanismus der Konstruktion von Wirklichkeit, so wird dadurch insbesondere die "dialektische" Beziehung von Individuum und Gesellschaft erklärbar. Aus der Perspektive der phänomenologisch orientierten Wissenssoziologie haben Symbole die Aufgabe der Repräsentation von individuellen Erfahrungen 'außeralltäglicher' Wirklichkeitsbereiche, wie Politik, Wissenschaft, Religion, Literatur etc., die durch Symbole erst kommunizierbar und als gesellschaftliche Gebilde wiederum konstituiert werden. Im Rahmen dieses Seminars sollen Symbole nicht nur als Zeichengattung betrachtet werden, sondern darüber hinaus soll gerade das "Symbolische" des menschlichen Weltzugangs anhand der Bearbeitung theoretischer Positionen fokussiert werden. Die Ansätze zu einer Theorie des Symbols von Ernst Cassirer, Sigmund Freud, George Herbert Mead, Karl Jaspers, Eric Voegelin, Alfred Schütz, Maurice Merleau-Ponty sowie aktuelle theoretische Konzeptionen werden dabei im Mittelpunkt der Seminararbeit stehen.
Einführende Literatur: Schütz, Alfred: "Symbol, Wirklichkeit und Gesellschaft", in: ders. Gesammelte Aufsätze, Bd. 1. Das Problem der sozialen Wirklichkeit . Den Haag: Nijhoff, 1971, S. 331-411. Hülst, Dirk: Symbol und soziologische Symboltheorie. Untersuchungen zum Symbolbegriff in Geschichte, Sprachphilosophie, Psychologie und Soziologie . Opladen: Leske + Budrich, 1999. Soeffner, Hans-Georg: "Zur Soziologie des Symbols und des Rituals", in: ders. Gesellschaft ohne Baldachin. Über die Labilität von Ordnungskonstruktionen . Göttingen: Velbrück, 2000, S. 180-208.

Identitätskonstruktionen in pluralistischen Gesellschaften

Wintersemester 2001/02 (Hauptseminar/Spezialsoziologie); mit Dr. Silvana Figueroa

Die Konstitution von Ordnung und die Entwicklung einer gemeinsam geteilten Symbolik erweisen sich insbesondere für moderne, pluralistische Gesellschaften als besonders problematisch, da die in ihnen lebenden Individuen auf der Basis eines Angebots einer Vielzahl von häufig widersprüchlichen Weltanschauungen und Kollektivvorstellungen eine konsistente Identität konstruieren müssen. Das Ziel des Seminars besteht zum einen darin, das Problem der Konstruktion von Identitäten theoretisch - auf der Basis einer Verbindung der persönlichen und "partizipativen" Ebene der Identitätsbildung - zu diskutieren. Zum anderen werden konkrete empirische Beispiele, wie der Fall Argentinien als spezifische Migrationsgesellschaft, analysiert – weitere empirische Fälle können von Seminarteilnehmern präsentiert und im Kurs diskutiert werden.
Literaturhinweise: Berger, Peter/Luckmann, Thomas: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit , Frankfurt a. M.: Fischer 1991; Frey, Hans-Peter/Haußer, Karl (Hrsg.) : Identität. Entwicklungen psychologischer und soziologischer Forschung . Stuttgart : Enke 1987 . Einleitung); Hahn, Alois: Konstruktionen des Selbst, der Welt und der Geschichte. Aufsätze zur Kultursoziologie , Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2000.

Veröffentlichungen


Dreher, Jochen: Die Entwicklung des Symbolbegriffs im Werk von Alfred Schütz. Die Überwindung der Transzendenzen der Lebenswelt durch Zeichen und Symbole, Universität Konstanz, Sozialwissenschaftliche Fakultät, Fachgruppe Soziologie, 1997. Computerdatei, verfügbar über: http://www.ub.uni-konstanz.de/kops/volltexte/1999/109/

Dreher, Jochen und Silvana Figueroa: “Ich bin ein Lied der Verzweiflung, das seinen Schmerz und Deinen Verrat hinausschreit“. Die ‘Umarmung von Fremden' im argentinischen Tango , in: Allmendinger, Jutta (Hg.), 2003: Entstaatlichung und soziale Sicherheit. Verhandlungen des 31. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Leipzig 2002 . 2 Bände + CD-ROM. Opladen: Leske + Budrich.

Dreher, Jochen : ”The Symbol and the Theory of the Life-World: 'The Transcendences of the Life-World and Their Overcoming by Signs and Symbols‘” , in: Human Studies , 26, 2, 2003.

Dreher, Jochen: “Prämissen der internationalen Mobilität von Fachkräften und Transparenz von Bildungsabschlüssen im europäischen Automobilsektor – Eine Fallstudie“ , in: Ralf Mytzek/Klaus Schömann (Hg.) (2003, im Erscheinen): Transparenz von Bildungsabschlüssen in Europa. Sektorale Studien zur Mobilität von Arbeitskräften . Berlin: edition sigma.

Dreher, Jochen und Silvana Figueroa (2004): „Tracing Symbols. The Hermeneutic Analysis of Paradoxical Constructions within Argentine Collective Symbolism” , in Conference Proceedings of the R33 Sixth International Conference on Social Science Methodology , Amsterdam.

Dreher, Jochen (2004): Symbolische Konstruktionen kultureller Differenz. Die Dynamik interkultureller Arbeitswelten im Automobilunternehmen von DaimlerChrysler . Konstanz (Dissertation).

Dreher, Jochen (2005): “The Baroque Formulation of Consciousness – Bridging the “Unbridgeable Gap” through Indicational Representation” , Review Essay zu: Fred Kersten, Galileo and the ‘Invention' of Opera, A Study in the Phenomenology of Consciousness . Dordrecht, Boston, 1997. In: Human Studies.

Dreher, Jochen (2005): „Konstruktionsprinzipien ‚kultureller Differenz’ und die unumgängliche symbolische Konstruktion kultureller Ausschlusskriterien“, in: Rehberg, Karl-Siegbert (Hg.) (2005): Soziale Ungleichheit – kulturelle Unterschiede.Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München 2004. Frankfurt a. M./New York, Campus.

Dreher, Jochen (2006): „Fusionierung der Kulturen? Interkulturelle Irritationen im Automobilunternehmen von DaimlerChrysler“, in: Rehberg, Karl-Siegbert (Hg.) (2006): Soziale Ungleichheit – kulturelle Unterschiede.Verhandlungen des 32. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München 2004. Frankfurt a. M./New York: Campus.

Dreher, Jochen (2007): “Phenomenology and Sociological Research: Analyzing the Subjective Preconditions of Social Relationships”, in: The Future of Applied Phenomenology. The Second Conference of Phenomenology as Bridge between East and West, hg. v. Nam-In Lee, Seoul: Seoul National University.

Dreher, Jochen und Peter Stegmaier (Hg.) (2007): Zur Unüberwindbarkeit kultureller Diffe-renz. Grundlagentheoretische Reflexionen. Bielefeld: transcript.

Dreher, Jochen und Peter Stegmaier (2007): „Einleitende Bemerkungen: ‚Kulturelle Differenz’ aus wissenssoziologischer Sicht“, in: dieselben, Zur Unüberwindbarkeit kultureller Differenz. Grundlagentheoretische Reflexionen. Bielefeld: transcript, S. 7-20.

Dreher, Jochen (2007): „Konstitutionsprinzipien kultureller Differenz. Zur Analyse der Konstruktion kultureller Grenzbestimmungen in grundlagentheoretischer Absicht“, in: Dreher, Jochen und Peter Stegmaier (Hg.) (2007): Zur Unüberwindbarkeit kultureller Differenz. Grundlagentheoretische Reflexionen. Bielefeld: transcript, S. 129-148.

Dreher, Jochen (Hg.) (2007): Thomas Luckmann: Lebenswelt, Identität und Gesellschaft. Schriften zur Wissens- und Protosoziologie. Konstanz: UVK.

Dreher, Jochen (2007): „Lebenswelt, Identität und Gesellschaft – Sozialtheoretische Reflexi-onen zwischen Phänomenologie, Wissenssoziologie und empirischer Forschung“, Einleitung von: Luckmann Thomas (2007): Lebenswelt, Identität und Gesellschaft. Schriften zur Wissens- und Protosoziologie, hgg. von Jochen Dreher, Konstanz: UVK, S. 7-23.

Dreher, Jochen (2007): „Symbolische Formen des Wissens“, in: Schützeichel, Rainer (Hg.) (2007): Handbuch Wissenssoziologie und Wissensforschung, Konstanz: UVK.

Dreher, Jochen (2007): „Über die ‚natürlichen’ Grenzen der Sozialwelt. Phänomenologische und philosophisch-anthropologische Grundlegungen der Soziologie“, in: Rehberg, Karl-Siegbert (Hg.) (2007): „Die Natur der Gesellschaft“. Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Kassel 2006. Frankfurt a. M./New York: Campus.

Dreher, Jochen, Silvana Figueroa, Ruth Sautu, Alejandra Navarro, Hans-Georg Soeffner (Hg.) (2007): Construcciónes de Identidad en Sociedades Pluralistas. Buenos Aires: Lumière.

Dreher, Jochen (2007): “El poder integrador de los símbolos colectivos: Psicoanálisis en Argentina”, in: Dreher, Jochen, Silvana Figueroa, Ruth Sautu, Alejandra Navarro, Hans-Georg Soeffner (Hg.) (2007): Construcciónes de Identidad en Sociedades Pluralistas. Buenos Aires: Lumière.

Dreher, Jochen und Michaela Pfadenhauer, Bernt Schnettler, Peter Stegmaier, Jürgen Raab (Hg.) (2008): Phänomenologie und Soziologie. Theoretische Positionen, aktuelle Problemfelder und empirische Umsetzungen. Wiesbaden: VS.

Dreher, Jochen (2008): “Protosoziologie der Freundschaft. Zur Parallelaktion von phänomenologischer und sozialwissenschaftlicher Forschung”, in: Dreher, Jochen und Michaela Pfadenhauer, Bernt Schnettler, Peter Stegmaier, Jürgen Raab (Hg.) (2008): Phänomenologie und Soziologie. Theoretische Positionen, aktuelle Problemfelder und empirische Umsetzungen. Wiesbaden: VS.

Dreher, Jochen, Silvana Figueroa und Hans-Georg Soeffner (2008): Ilusión y Desencanto. Construcciones de Identidad en Argentina. Buenos Aires: Lumière.

Vorträge


“Sozialwissenschaftliche Hermeneutik und Ethnographie” , Tagung: Arbeitswelten. Neue Formen der Ethnographie der Arbeit und Ethnographie neuer Formen der Arbeit , 9.-11. Juli, 1999, Universität Konstanz.

“Interkulturelle Arbeitswelten. Interkulturelle Kommunikation im Automobilunternehmen von DaimlerChrysler“ , Tagung: Škoda auto – Kommunikation in multikulturellen Unternehmen , 26. Juli, 2001, Universität Erlangen.

“Hochzeit im Himmel – Interkulturelle Arbeitswelten im Automobilunternehmen von DaimlerChrysler “, Kooperations-Workshop der Universität Konstanz und der Universität St. Gallen, Schweiz, 26. Juli 2002, Universität Konstanz.

“Ich bin ein Lied der Verzweiflung, das seinen Schmerz und Deinen Verrat hinausschreit“. Die “Umarmung von Fremden“ im argentinischen Tango , gehalten mit Dr. Silvana Figueroa beim 31. Kongreß der deutschen Gesellschaft für Soziologie , Sektion Kultursoziologie, 7.-11. Okt. 2002, Universität Leipzig.

“Interkulturelle Arbeitswelten bei DaimlerChrysler. Von der Fabrikhalle zum internationalen Management” , Kongreß: “Ethnographie der Arbeit – die Arbeit der Ethnographie“ , 14.-15. Feb. 2003 Berlin.

“Identity Construction in Intercultural Worlds of Work. Diversity and Intercultural Communication in the DaimlerChrysler Automobile Company”, Kongreß: 11 th European Congress on Work and Organizational Psychology: “Identity and Diversity in Organizations – Building Bridges in Europe” , 14.-17. Mai 2003, Lissabon , Portugal.

“The Symbol and the (Auto-)Constitution of the Life-World. The ‘Self-Illumination' of Society through Symbols” , Kongreß: 6 th European Sociological Association Conference (Research Network: Social Theory ) in Murcia, Spanien, 23.-26. Sept. 2003.

“Crisis y simbología colectiva en Argentina: la conciliación del (des)orden vivido con el orden soñado” , gehalten mit Dr. Silvana Figueroa bei der 6 th European Sociological Association Conference (Research Network: Disaster and Social Crisis ) in Murcia, Spanien, 23.-26. Sept. 2003.

“The Symbolization of the Phenomenon of Friendship. Transcending the Intersubjective Life-World” , Kongreß: 2003 Annual Conference of the Society for Phenomenology and the Human Sciences (SPHS) , Boston, Massachusetts, USA, 6.-8. Nov. 2003.

“Tracing Symbols. The Hermeneutic Analysis of Paradoxical Constructions within Argentine Collective Symbolism” , Kongreß: R33 Sixth International Conference on Social Science Methodology , 16.-20. Aug. 2004, Amsterdam, Niederlande.

“The Induction of Social Theoretical Concepts within the Empirical Research Process: Exploring the General from the Particular” , Kongreß: Intermediate Conference of the Social Theory Committee of the European Sociological Association (ESA): “What is theory for?” On the relationship between social theory and empirical research , Sept. 16-17, 2004, Paris, Frankreich.

„Konstruktionsprinzipien kultureller Differenz und die unumgängliche symbolische Konstruktion kultureller Ausschlußkriterien” , im Rahmen der Ad-hoc-Gruppe Konstruktion und Konstitution „kultureller Differenz“. Materiale Analysen in grundlagentheoretischer Absicht , Organisation: Jochen Dreher/Peter Stegmaier, Kongreß: 32. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie , 4.-8. Okt. 2004, München.

„Fusionierung der Kulturen? Interkulturelle Irritationen im Automobilunternehmen von DaimlerChrysler“ im Rahmen der Veranstaltung der Sektion Arbeits- und Industriesoziologie : Globalisierung und Interkulturalität. Was sagt die international vergleichende Organisations- und Managementforschung? Kongreß: 32. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie , 4.-8. Okt. 2004, München.

“The Temporality of the Life-World. Phenomenological Reflections on the Constitution of ‘Time'” . Kongreß: 2004 Annual Conference of the Society for Phenomenology and the Human Sciences (SPHS) , Memphis, Tennessee, USA, 28.-30. Okt. 2004.

"Zur wissenssoziologischen Analyse symbolischer Wirklichkeitskonstruktionen in protosoziologischer Absicht“, Workshop Potentiale der Phänomenologie, 23./24. Feb. 2005, Konstanz.

„The Integrative Power of Collective Symbolism vs. Problematic Constructions of Identity: Psychoanalysis in Argentina” , im Rahmen des Workshops The Integrative Power of Collective Symbolism; Konferenz: Identity Constructions in Pluralist Societies/Construcción de Identidades en Sociedades Pluralistas, 6.-8. April 2005, Buenos Aires, Argentinien.

“Phenomenological and Anthropological Foundations of Equality and Inequality”, Kongress: Kongress: 7th European Sociological Association Conference “Rethinking Inequalities” (Research Network: Social Theory), 9.-13. Sept. 2005, Torun, Polen.

„Reaktivierung traditioneller Kulturkategorien vs. 'Transkulturalität' – Zum Entwurf einer wissenssoziologischen Kulturtheorie“, Jubiläumskongress „50 Jahre SGS“ der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie, Forschungskomitee „Soziologische Theorie und Theoriegeschichte“5.-7. Okt. 2005, St. Gallen.

“The Significance of Phenomenological Reduction for the Social Sciences: Applied Theory on the Constitution of “Cultural Difference”, Kongress: 2005 Annual Conference of the Society for Phenomenology and the Human Sciences (SPHS), Salt Lake City, Utah, USA, 20.-22. Okt. 2005.

„Zur Parallelaktion von phänomenologischer und sozialwissenschaftlicher Forschung“, Tagung der Sektion Wissenssoziologie der DGS: Die phänomenologische (Neu-)Begründung von Sozialtheorie und Sozialforschung, Organisation: Michaela Pfandenhauer/Peter Stegmaier/Bernt Schnettler/Jürgen Raab/Jochen Dreher, 16./17. Februar 2006, Berlin.

“Marginality and Heroism” gehalten mit Silvana Figueroa, Workshop an der Universität Kon-stanz, Collective Symbols between Marginality and Legitimacy, , Organisation: Hans-Georg Soeffner, Silvana Figueroa, Jochen Dreher, 22.-23. Feb., 2006.

“From Bandit to Hero. The Integrative Power of Gaucho Symbolism in Argentina”; Veranstal-tung: Culture, Marginality and Collective Symbolism: Challenging Boundaries in Pluralist Societies, Session, Research Committee on Sociology of Communication, Knowledge and Culture RC 14, International Sociological Association (ISA), XVI ISA World Congress of So-ciology, 23.-29. Juli 2006, Durban, South Africa.

„Über die ‚natürlichen’ Grenzen der Sozialwelt. Phänomenologische und philosophisch-anthropologische Grundlegungen der Soziologie“ im Rahmen der Plenumsveranstaltung „Wie viel (menschliche) Natur braucht die Soziologie?“, Sektionen Kultursoziologie und Soziologische Theorie, 33. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) „Die Natur der Gesellschaft“, 9.-13. Okt. 2006, Kassel.

“Phenomenology and Sociological Research – Analysing the Subjective Preconditions of Social Relationships”, im Rahmen der Bridge Conference: The Future of Applied Phenomenology, Seoul National University, Seoul, Korea, 11.-13. Feb. 2007.

“Hermeneutische Lebensweltanalyse und Literatur – Zur Deutung symbolischer Wirklichkeitsbereiche bei Alfred Schütz”, im Rahmen der Konferenz Alfred Schütz und die Hermeneutik, Institut für die Wissenschaft vom Menschen (IWM), Wien, 18.-21. Sept. 2007.

„Hermeneutic Theory of the Life-World and the Interpretation of Literature: Reconstructing the Symbolic Mystifications of Everyday Life“, im Rahmen des Symposiums Phenomenology, Social Sciences and the Interpretation of Arts der 2007 Annual Conference of The So-ciety for Phenomenology and the Human Sciences (SPHS), (Organisation: Michael D. Barber/Jochen Dreher), DePaul University and Northwestern University, Chicago (USA), 8.-10. Nov. 2007.

Tagungsorganisation

 

Theoretical Approaches and Methodological Strategies to Produce and Analyse Qualitative Empirical Data, Organisation: Ruth Sautu/Silvana Figueroa/Jochen Dreher , Kongreß: R33 Sixth International Conference on Social Science Methodology, International Sociological Association (ISA) , 16.-20. Aug. 2004, Amsterdam, Niederlande.

Ad-hoc-Gruppe Konstruktion und Konstitution „kultureller Differenz“. Materiale Analysen in grundlagentheoretischer Absicht , Organisation: Jochen Dreher/Peter Stegmaier, Kongreß: 32. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Soziologie , 4.-8. Okt. 2004, München.

Workshop Potentiale der Phänomenologie, Organisation: Michaela Pfandenhauer/Peter Stegmaier/Bernt Schnettler/Jürgen Raab/Jochen Dreher, 23./24. Feb. 2005, Konstanz.

Identity Construction in Pluralist Societies/Construccion de Identidades en Sociedades Pluralistas , Organisation: Silvana Figueroa/Jochen Dreher/Hans-Georg Soeffner (Universität Konstanz); Ruth Sautu/Alejandra Navarro (Universität Buenos Aires), 6.-8. April 2005, Buenos Aires, Argentinien.

Die phänomenologische (Neu-)Begründung von Sozialtheorie und Sozialforschung, Tagung der Sektion Wissenssoziologie der DGS, Organisation: Michaela Pfandenhauer/Peter Steg-maier/Bernt Schnettler/Jürgen Raab/Jochen Dreher, 16./17. Februar 2006, Berlin.

Collective Symbols between Marginality and Legitimacy, Workshop an der Universität Konstanz, Organisation: Hans-Georg Soeffner, Silvana Figueroa, Jochen Dreher, 22.-23. Feb., 2006.

Culture, Marginality and Collective Symbolism: Challenging Boundaries in Pluralist Societies, Session, Research Committee on Sociology of Communication, Knowledge and Culture RC 14, International Sociological Association (ISA), XVI ISA World Congress of Sociology, 23.-29. Juli 2006, Durban, South Africa.

Phenomenology, Social Sciences and the Interpretation of Arts, Symposium im Rahmen der 2007 Annual Conference of The Society for Phenomenology and the Human Sciences (SPHS), (Organisation: Michael D. Barber/Jochen Dreher), DePaul University and North-western University, Chicago (USA), 8.-10. Nov. 2007.

Lebenszusammenhänge und kommunikative Praktiken, Tagung anlässlich des 80. Ge-burtstags von Thomas Luckmann (Organisation: Hans-Georg Soeffner, Jörg Bergmann, Jochen Dreher), Konzil, Konstanz, 15.-16. Nov. 2007.